Vorträge Themenwoche 2020
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Prof. Dr. Franz Ruppert

Wolfgang Maly

Wolfgang Maly arbeitete als Krankenpfleger, Zahntechnikermeister mit eigenen Betrieben und als Diakon. Als ihn eine schwere Erkrankung mit schlechter Prognose heimsuchte, besann er sich auf die Grundfesten des christilichen Glaubens und entwickelte zunächst für sich selbst die Maly-Meditation, die er mittlerweile mit vielen Patienten praktiziert und Therapeuten ausbildet. Seine Erfahrungen aus Weiterbildungen in Tiefenpsychologie und Traumabewältigung, vor allem jedoch die Zeit als Diakon sind sein Rüstzeug für eine emphatische, zugewandte Arbeit mit Patienten und ihren Familien, die sich ihm öffnen und so Zugang zur Heilkraft der Maly-Meditation finden.

Partnermeditation

Die Maly-Meditation ist eine komplementäre Methode, die dazu beiträgt, Patienten mit schweren Erkrankungen aus der Angst in die Hoffnung zu helfen. Gleiches gilt für Angehörige, die oft mental noch stärker verängstigt sind und sich ohnmächtig fühlen. 

Im Idealfall wird die Maly-Meditation gemeinsam praktiziert. Man betet füreinander, meditiert miteinander und legt sich dabei die Hände auf. Durch die konsequente Praxis der Maly-Meditation wird ein Zustand tiefer Entspannung und inneren Friedens erreicht, und die Menschen können sich auf ihre Heilung konzentrieren. Natürlich heilen nicht alle Patienten, auch wenn viele Heilerfolge berichtet werden. Aber alle profitieren durch eine enorm gesteigerte Lebensqualität. Prof. Karin Meissner von der LMU München untersuchte die Wirkung der Maly-Meditation auf Patienten mit inoperablem Pankreas-Ca. Die Veröffentlichung ist für 2020 geplant. Eine weitere Studie ist in Planung.

Vivian Dittmar

Vivian Dittmar ist anerkannte Querdenkerin zum Thema emotionale Intelligenz, Autorin mehrerer Bucherfolge, Beraterin beim Terra Institute und Gründerin der Be the Change Stiftung. Ihre Kindheit und Jugend auf drei Kontinenten sensibilisierte sie früh für die globalen Herausforderungen unserer Zeit und sind bis heute ihr Antrieb, ganzheitliche Lösungen zu finden. Sie versteht sich als Impulsgeberin für kulturellen Wandel.  

EACE – Konflikte als Tor zu einem neuen Bewusstsein

Was machen wir, wenn du etwas anderes willst als ich? Was passiert, wenn wir auf bewährte Machtspielchen verzichten und uns stattdessen auf den Raum des Nichtwissens einlassen, der zwischen uns entsteht? Wie können wir die Lücke zwischen deinem Bedürfnis und meinem Bedürfnis als Tor zu einem neuen Bewusstsein erkennen – jenseits von richtig und falsch, meins uns deins, gut und böse?

Arist von Schlippe

Arist v.Schlippe, Univ.-Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych., Lehrtherapeut, lehrender Coach und Supervisor für systemische Therapie/Familientherapie und Beratung (SG, Berlin). 2005 wurde er als ausgewiesener Familienpsychologe auf den Lehrstuhl „Führung und Dynamik von Familienunternehmen“  am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) an der Universität Witten/Herdecke berufen, dessen Akademischer Direktor er von 2007 – 2017 war. Davor war er 23 Jahre im Fach Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Osnabrück tätig. Forschungsschwerpunkte: Familienstrategie, Konfliktmanagement in Unternehmer­fami­lien, Unternehmensnachfolge, Rolle von Geschichten im Familienunternehmen („Power of Stories“), Wertevermittlung und Unternehmenskultur.

Reise nach Dämonistan - eine paradoxe „Anleitung“ Konstruktion von Feindbildern

Konflikte können Eigenlogiken entwickeln, die sich der Steuerung der Akteure entziehen. Ein Aspekt dieser eskalierenden Dynamik besteht in zunehmend dämonisierenden Beschreibungen des anderen (bzw. der anderen), der nur noch als „dumm“, als „krank“ oder als „böse“ vorstellbar wird. Mit diesen „Eintrittskarten“ hat man - oft ohne dass man es bewusst will - eine Reise in ein Land angetreten, das wir alle mehr oder weniger gut kennen. Schrittweise gerät man tiefer hinein, nach Dämonistan. Der Vortrag will ein kleiner „Reiseführer“ in dies unbekannt-bekannte Land sein, die Rahmenbedingungen dafür untersuchen, wie man, falls man möchte, auch bewusst dorthin reisen kann und vor allem, welche „Rückfahrkarten“ es gibt. Denn eine gefährliche Reise sollte man nur beginnen, wenn man weiß, wie man wieder zurückkommt.

Arbeitskreis Ernährung

Wir, der Arbeitskreis Ernährung, sind Studierende aus verschiedenen Studienrichtungen wie Medizin, Psychologie, Politik, Philosophie und Ökonomie der Universität Witten Herdecke. Uns ist die tragende Rolle der Ernährung im umweltpolitischen Sinne sowie im Gesundheitssektor deutlich geworden. Trotz ihrer Bedeutung für Mensch, Tier und Natur wird uns kaum dazu gelehrt. Daher haben wir uns als Gruppe zusammengefunden, um dieses Themenfeld aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und diese Bildungslücke zu füllen.

Ernährung

Das Thema Ernährung sorgt meist für Kontakt und Konflikt zugleich. Familien, Freunde oder auch Geschäftspartner*innen können über ein gemeinsames Essen wunderbar in Kontakt miteinander kommen und Speisen sowie Austausch genießen. Gleichwohl bietet die Auseinandersetzung mit Ernährung reichlich Zündstoff und das nicht nur unter konkurrierenden Wissenschaftler*innen, sondern auch für innigst verbundene Menschen. In unserem Vortrag möchten wir auf Wechselwirkungen zwischen Lebensmitteln und der psychischen sowie physischen Gesundheit eingehen. Wie kann Ernährung für Prävention und Heilung als therapeutisches Mittel bei Depression, Angststörung oder anderen Erkrankungen unterstützend mitwirken? Inwiefern beeinflussen sich Darm und Hirn? Kann durch ein gemeinsames oder alleiniges Kochen die Selbstfürsorge gestärkt werden? Da jeder menschliche Körper anders ist, sehen wir als Arbeitskreis Ernährung die vorhandene Vielfalt (Vegetarisch, Vegan, Vollkost, Ayurvedisch…) als eine Bereicherung im Leben an. Jeder Mensch hat somit die Möglichkeit sich auf eine Abenteuerreise durch den Ernährungsdschungel zu begeben, um herauszufinden, welche Nahrung ihm ganz persönlich zu einem physischen und psychischen Wohlbefinden verhilft. Im Rahmen des Vortrages möchten wir gemeinsam mit euch einen Ausflug in diesen Dschungel wagen und freuen uns auf einen regen Austausch.

Dr. Med. Johannes Reiner

Psychiater und Psychotherapeut mit Praxistätigkeit in Stuttgart. Er ist seit 1986 mit dem Impuls einer anthroposophischen Psychotherapie verbunden und Gündungsvorstand in der Deutschen Gesellschaft für anthroposophische Psychotherapie (DtGAP). Veröffentlichungen: Sieben Schritte der Selbstwerdung - Inspirationen für die Psychotherapie (2019), Herausgeber des Sammelbandes „...in der Nacht sind wir zwei Menschen – Arbeitseinblicke in die anthroposophische Psychotherapie“ (2012), Mitautor des Buches „Psychologie des Ich“ (2016). Zusammen mit Markus Treichler hat er das Konzept „Anthroposophie-basierte Psychotherapie AbP“ entwickelt www.anthropsych.de und das gleichnamige Buch verfasst. Als Dozent unterrichtet er an der Alanus-Hochschule in Alfter.

Anthroposophie-basierte Psychotherapie AbP - ein ganzheitliches Konzept

Die Anthroposophie-basierte Psychotherapieist ein psychotherapeutisches Konzept, dessen wesentliche Grundlage die Anthroposophie ist, zudem die philosophische Anthropologieund die Anthropologische Psychiatrie und Jahrzehnte an reflektierter beruflicher Erfahrung in Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Zur Psychotherapie kommen Menschen, nicht „Störungen“, Menschen mit seelischen oder körperlichen Leiden oder Problemen. Jedes Leiden hat ein Beschwerdebild, eine Entstehungsgeschichte, einen biografischen „Ort“. In der Biographie findet wesentlich die seelische Entwicklung statt mit der Ausprägung der Seelenglieder und ihrer entsprechenden Fähigkeiten und Qualitäten; ebenso manifestiert sich im Laufe der Biografie die sich dynamisch entwickelnde innere Haltung des Menschen, die sich auf das Erleben, den Umgang und die mögliche Bewältigung des gegenwärtigen Leidens oder der Probleme auswirkt.

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