Vorträge Themenwoche 2021
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Prof. Dr. Franz Ruppert

Cyril Costines

Cyril Costines studierte Biologie, Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie in Berkeley, Greifswald, Heidelberg, Konstanz und Magdeburg. Seine philosophische, empirisch informierte Forschungsarbeit konzentriert sich auf i.) die Triangulierung des reinen Bewusstseins, ii.) die Kartierung des phänomenalen Zustandsraums und iii.) die Institutionalisierung einer säkularen Bewusstseinskultur. Unter anderem war er Vorstandsmitglied der von ihm mitgegründeten gemeinnützigen Wissenschaftsorganisation MIND European Foundation for Psychedelic Research und als Leiter der MIND Academy für die Konzeption und Kuratierung des Bildungsprogramms verantwortlich. Derzeit ist er am Philosophischen Seminar der Universität Mainz angestellt, wo er unter anderem an dem von Thomas Metzinger initiierten MPE-Projekt mitwirkt. Darüber hinaus arbeitet er an einem Folgeprojekt der Altered States Database mit und ist Mitglied der Psychotropic Substances Research Group an der Charité Berlin.

Wissenschaft, Philosophie und Kultur des Bewusstseins

Was ist Bewusstsein? Wie ist das Verhältnis des nicht-ausgedehnten Geistes zum ausgedehnten Körper? Wie lässt sich verändertes körperliches Erleben erklären? Wie beeinflussen pharmakologische und nicht-pharmakologische Bewusstseinstechnologien das phänomenale Erleben, mentale Prozesse, das Gehirn und das Verhalten? Wie fühlt es sich an, in einem Zustand des „reinen“ Bewusstseins zu sein? Welchen epistemischen Wert hat die Erforschung des minimalen phänomenalen Bewusstseins? Was ist ein wertvoller Bewusstseinszustand? Begünstigen außergewöhnliche Bewusstseinszustände das Gewahrwerden der eigenen Körperlichkeit und Sterblichkeit?

Der Vortrag wird empirische, philosophische und meditationspraktische Perspektiven auf das Bewusstsein, insbesondere das Phänomen des „reinen“ Bewusstseins, abdecken, um eine theoretische Grundlage für die Themenwoche zu schaffen. Ziel ist es, umfassend über den aktuellen Wissensstand und zukünftige Entwicklungen im interdisziplinären und interkulturellen Feld der Bewusstseinsforschung zu informieren und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Bewusstsein, veränderten Zuständen, deren Gefahren und Potenzialen zu motivieren. Neben der Wissensvermittlung und Diskussion auf verschiedenen Beschreibungs- und Analyseebenen (z.B. phänomenologisch und neurowissenschaftlich) wird in einem praxisorientierten Teil die introspektive Exploration des Bewusstseins erprobt, um ein tieferes Verständnis des eigenen phänomenalen Zustandsraums zu gewinnen. In diesem Zusammenhang spielt der von dem Philosophen Thomas Metzinger geprägte Begriff der Bewusstseinskultur eine besondere Rolle, der die kulturelle Umsetzung einer säkularen Bewusstseinsethik auf der Grundlage des philosophischen Naturalismus und der wissenschaftlichen Bewusstseinsforschung darstellt. Eine Bewusstseinskultur ist ein rationales, sich ständig weiterentwickelndes System zur Kultivierung von geistiger Autonomie und wertvollen Bewusstseinszuständen, darunter wohl auch Zustände, die ein achtsames, liebevolles Miteinander begünstigen.

10:30 bis 12 Uhr + 30 Minuten Diskussion.

Wolf-Ulrich Klünker

Wolf-Ulrich Klünker, 1955 in Holzminden (Weserbergland) geboren. Begründer der DELOS-Forschungsstelle für Psychologie (Berlin), Leiter der Turmalin-Stiftung (Rondeshagen bei Lübeck); Professor für Philosophie und Erkenntnisgrundlagen der Anthroposophie an der Alanus Hochschule (Alfter). Vortragstätigkeit, Forschung und Publikationen auf den Gebieten Geistesgeschichte, Psychologie und therapeutischen Menschenkunde.

Liebe als Ich-Kraft zwischen Fühlen und Denken
Bewusstsein und Leib-Bildung in der Anthroposophie

Die Anthroposophie erweitert den Begriff des Unbewussten. Im Unterschied zur Psychoanalyse sieht sie im Denken eine unbewusste leibbildende Kraft. Das Gefühl kann sich sensibilisieren und in der Liebe ein Bewusstsein dieser leibbildenden Kraft hervorbringen. Bezieht man die Entwicklung des Gefühls auf die eigene Biografie, so entsteht ein tragfähiger Ansatz für Selbsterkenntnis, geistige Selbstaktivierung und Therapie. Psychologie und Psychotherapie können so im Sinne einer wahrhaft humanen Wissenschaft für das 21. Jahrhundert neu gefasst werden.

10:30 bis 12 Uhr + 30 Minuten Diskussion.

Jochen Blumenthal

Jochen Blumenthal hat den „Ra-Kontakt“ (eine international an Bedeutung gewinnende Reihe von in Trance empfangenen Botschaften) aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Im Das Gesetz des Einen-Verlag (Deutschland) bringt er seit 2014 diesen modernen Klassiker spiritueller Literatur und weitere Veröffentlichungen der „Empfangs“-Gruppe L/L Research (Louisville, Kentucky) heraus. Sein persönlicher Weg hat ihn durch zahlreiche unterschiedliche Felder der Arbeit mit Bewusstsein geführt, wie zum Beispiel Mantra-Meditation und Reiki. Klangschwingung an sich hat für ihn dabei immer eine große Rolle gespielt, ob in spiritueller Musik, Meditation oder Ritual. Als hinduistischer Priester hat er unter anderem damit genauso Erfahrungen gesammelt, wie in und mit anderen (spirituellen) Wegen und Studien, z.B. Astrologie und Permakultur. Auf der eher sachlichen Ebene hat er im Laufe seines Lebens Studien in Ethnologie, Psychologie, Politikwissenschaften und Jura betrieben und ist als Betriebswirt Verlagsinhaber und Berater im Bereich Franchise & Lizenz.      

„Ihr seid Liebe/Licht, Licht/Liebe.“ (Ra) – Gedanken über Liebe aus einem transdimensionalen Kontakt

„Gechannelte“ – oder anders ausgedrückt: telepathisch und aus anderen Realitätsebenen empfangene und ausgesprochene oder aufgeschriebene – Informationen bringen ihren eigenen Kontext mit, in dem sie frei interpretierbar sind. Besonders beachtenswert können jedoch „Durchgaben“ sein, die ebenso ein breitgefächertes, interdisziplinäres Interesse erwecken wie auch eine inspirierende Wirkung auf Lesende haben. Die 106 Sitzungen des Trance-Kontakts mit „Ra“ – nach eigenen Aussagen eine außerirdische Bevölkerung in einer sechsten „Dichte“ – haben dieses Potenzial und der Rahmen, in dem dieser Kontakt stattfand, stellt ein fantastisches Phänomen an sich dar.Die entscheidende Botschaft, die unterschiedliche empfangende Gruppen und Individuen telepathisch seit Jahrzehnten erhalten, ist grundlegend eine ähnliche. In den Worten Ras lautet sie,  dass alles eins ist, und in jedem Erfahrungsmoment dieses „Einen“ Liebe enthalten ist. In dieser Denkweise entsteht und erfährt der Kosmos sich selbst durch drei „Verzerrungen“ von ruhender Einheit: freier Wille, Liebe und Licht.Dieser Vortrag beleuchtet aus mehreren Perspektiven, wie diese grundsätzlichen Energien für uns als Menschen in unserer Welt fassbar und greifbar werden können, und damit zu Werkzeugen in unserer Energie/Liebes-Arbeit.

14:00 bis 15:30 + 30 Minuten Diskussion und Fragen

Wulf Mirko Weinreich

Wulf Mirko Weinreich, geb. 1959, wuchs in der Nähe von Magdeburg (DDR) auf. Nach dem Abitur arbeitete er aufgrund eines politisch motivierten Studienverbotes in verschiedenen Berufen in Erfurt, Dessau und Leipzig, wo er sich in kirchlichen Basisgruppen politisch engagierte. 1985 gründete er das erste Osho Meditationszentrum in der DDR. Nach der Wende lebte er 6 Jahre in spirituellen Gemeinschaften in Niedersachsen und Baden-Württemberg. 1997 begann er in Leipzig Psychologie, Religionswissenschaft und Ethnologie zu studieren. Nach mehreren Jahren als Gruppentherapeut in einer Suchtklinik hat er heute seine eigene psychotherapeutische Praxis in Leipzig. Von ihm sind zwei Bücher erschienen: "Integrale Psychotherapie" (2005) und "Das integrale Totenbuch" (2009).
Praxis: https://psychotherapie-in-leipzig.de
Theorie: http://www.integrale-psychotherapie.de

Das Integrale Bewusstseinsmodell

Der amerikanische Philosoph Ken Wilber hat mehrere Jahrzehnte damit zugebracht, so viel Weltwissen wie möglich zu sichten und nach den dahinterliegenden Strukturen zu suchen. Daraus ist ein Metamodell der Evolution einschließlich des menschlichen Bewusstseins als der Instanz des Erkennens entstanden. Weltweit finden seine Ansichten zunehmend mehr Beachtung. Im ersten Teil werden nach wenigen biografischen Stichpunkten zu Ken Wilber die wichtigsten Strukturelemente (Quadranten, Ebenen, Zustände, Linien und Typen) seines Metamodells vorgestellt. Dem Thema der Woche folgend werde ich auch auf das noch nicht sehr genau definierte Verhältnis seiner Theorie zur Liebe eingehen.   Daran schließen sich einige Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen, die die praktische Relevanz der Theorie deutlich machen.

10:30 bis 12 Uhr + 30 Minuten Diskussion und Fragen

Jayan G. Mertens

Nach der Heilpraktikerzulassung 2001 habe ich verschiedene Weiterbildungen in humanistischen Therapieformen und transpersonaler Psychologie und Teilpersönlickeits-Theorien sowie diversen Aufstellungs-Methoden gemacht...und vielseitige Erfahrung mit Prozess/Dialog-Räumen und Gruppen/Gemeinschafts-Arbeit gemacht. 2012 nach einem klassischen spirituellen Weg/Praxis und neuen höheren Licht&Liebe Lehren/Bewusstsein...habe ich in kollektiv evolutionären Gruppen und Lebensgemeinschaften gelebt und gewirkt. 2019 dann Gründung und Führung der Prozess&Bewusstseins-Räume Köln und anschließenden Aufbau und gemeinsam Co-kreation unserer Light&Love-Community...in der ich bis heute Leitung, Lehrer, Redner, Prozess-Leiter und Mitglied bin. Für unsere Vision von profitfreien, kollektiven, kompetenten und licht&liebe-volle Räumen/Gruppen für Alle...für die Entwicklung, Heilung der eigenen Psyche&Persönlichkeit, die Bildung, Erweiterung des Geistes&Bewusstsein und das Erwachen, Leben des höheren Selbst&Seele...für einen wahren Wandel&Evolution des Menschen, JETZT!
https://www.facebook.com/prozessraum.koeln

Licht & Schatten auf dem Weg des Erwachen der Menschheit

Das Höhere, Licht und Liebe waren die großen Leuchtfeuer, Werte und Ideale nach der sich der bewusste Mensch immer ausrichten konnte um seinen Weg der Befreiung und des Erwachen zu finden. Das Niedere, Schatten und Trennung/Ego sind der scheinbare Gegenpol, die uns in eine destruktive, leidvolle aber auch ekstatische entrückte Welt führen und verführen können, wie auch in der heutigen Zeit. Dadurch können wir aber tiefer verstehen, fühlen und lernen wer wir wirklich sind und nicht sind, und was unser nächster Evolutions/Bewusstseins-Schritt auf dem Weg zu der Einen Menschheit in wahrer Liebe und Einheit ist. Wir brauchen anscheinend beide Pole, Perspektiven und Erfahrungen um die Synthese der Transpersonalen Psychologie, die Liebe Jesus und den Weg der Mitte Buddhas zu gehen und leben. Doch wieder einmal auf dem Weg ist Heute nicht wirklich klar was Schatten oder Falsch und was Licht oder Richtig ist und wohin es wirklich geht mit der Welt. Zeit diese Grund-Pole/Dualismus und die Grund-Gesetze/Kräfte dahinter, wie Grund-Räume/Zustände wie Bewusstsein und Liebe des Menschen besser und tiefer zu verstehen...für eine neuen klareren inneren Kompass und äußere Ausrichtung in diesen Zeiten der großen Entscheidung und Wandels der Menschheit.

10:30 bis 12 Uhr + 30 Minuten Diskussion und Fragen

Fishbowl

Wir werden in der KörperlICH-Themenwoche auf Entdeckungsreise gehen und die Frage ergründen, wie wir bewusster und liebevoller werden können. Durch die Vortragsreihe werden wir verschiedene Perspektiven auf das Thema Bewusstsein gewinnen. Wir werden fragen was Liebe ist und wie diese mit dem Bewusstsein zusammenhängt. Was bedeutet es zu lieben? Am letzten Tag reflektieren wir die unterschiedlichen Antworten auf unsere Fragen. Gemeinsam bringen wir die verschiedenen Blickwinkel auf das Thema miteinander in Kontakt. Was gibt es für Schnittmengen der gefundenen Perspektiven? Wo ergeben sich Widersprüche? Was haben wir erkannt? Dafür nutzen wir das Format der Fishbowl-Diskussion, um miteinander zu diskutieren und in die Tiefe zu gehen. Sowohl Dozierende als auch Teilnehmende werden hier zusammen ins Gesrpäch kommen.

14 bis 16 Uhr

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